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Nach dem Gesellen kommt der Schritt nach ganz oben

Wenn du einmal Geselle bist, kannst du dich zum Meisterkurs anmelden. Mit dem Ziel, Uhrmachermeister respektive Uhrmachermeisterin zu werden. Es gibt in Deutschland mehrere Schulen, die Meisterkurse anbieten. Die findest du alle weiter unten.

Das Gute am Meistertitel in Deutschland: Wer ihn hat, bekommt die sogenannte „Hochschulzugangsberechtigung„. Bedeutet auf gut Deutsch, dass du mit dem Meistertitel studieren darfst. Mit dem Abitur darfst du das auch, klar. Ein Meistertitel ist halt kein Abitur, weshalb man dafür ein eigenes Wort erfunden hat.

Wolfgang Denninger von der Bayerischen Meisterschule hat die Meisterstücke der vergangenen Jahre fotografiert. Einige davon findet ihr gleich hier unten.

Meisterkurs, wie geht das?

Wie ein Meisterkurs abläuft zeigen wir exemplarisch an der Bayerischen Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk in Würzburg.

Die Bayerische Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk ist eine Einrichtung der Handwerkskammer für Unterfranken. Seit 2005 ist sie unter dem Dach der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg zu finden.

Die große Uhrmacherwerkstatt ist aufgeteilt in zwei Bereiche: In der hochmodern ausgestatteten Montagewerkstatt gibt es 16 Werktische für die Arbeit an Uhren mit Druckluft und Absaugung an jedem Arbeitsplatz. In diesem Bereich stehen Auszubildenden und Kursteilnehmern sämtliche moderne Mess- und Prüfgeräte für die Uhrenreparatur zur Verfügung.

Im hinteren Teil der Werkstatt befindet sich der Bereich Metallbearbeitung, ebenfalls mit 16 Arbeitsplätzen sowie Uhrmacherdrehmaschinen und allen anderen benötigten Werkzeugen.

Die Werkstatt der Bayerischen Meisterschule ist vom Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik zertifiziert.

In diesen Werkstätten findet die Überbetriebliche Ausbildung statt. Alle Auszubildenden besuchen neben der betrieblichen Ausbildung und dem Berufsschulunterricht noch zwei Wochen pro Lehrjahr die verschiedenen Kurse.

Inhalte

  • G-U1 Grundlagen der Metallverarbeitung I
  • G-U2 Grundlagen der Metallverarbeitung II
  • U1 Elektronische Uhrenkomponenten
  • U2 Mess- und Prüfverfahren an mechanischen Uhren, Quarz- und Funkuhren
  • U3 Reparaturtechniken an Kleinuhren
  • U4 Arbeiten an industriell gefertigtem Schmuck

Außerdem finden in der Uhrmacherwerkstatt sämtliche praktischen Prüfungen statt.

Alle zwei Jahre findet an der Bayerischen Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk der Vorbereitungskurs zur Meisterprüfung statt. In einem knappen halben Jahr bereiten sich die Teilnehmer in diesem Vollzeitkurs auf die Meisterprüfung vor.

Eine weitere Weiterbildungsmaßnahme, speziell für Uhrmachermeister, ist die Fortbildung zum/r „Geprüften Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk“. Diese Maßnahme wurde bereits zweimal erfolgreich mit internationalen Teilnehmern durchgeführt.

Auf der Homepage der Bayerischen Meisterschule findet man viele hilfreiche Informationen und Impressionen der Arbeiten unserer Teilnehmer.

Deutsche Uhrmacherschulen 2019 - wer bietet Meisterkurse an?

Hessische Uhrmacherschule
Karl-Geitz-Schule (nur Meisterkurse)

Laubweg 5
61267 Neu-Anspach/Taunus

Ansprechpartner:
E-Mail: Herr Rink

Telefon: 06081/588128
Internet: www.hess-uhrmacherschule.de

Berufliche Schule
Farmsen – BS 19

Hermelinweg 8
22159 Hamburg

Ansprechpartner:
E-Mail: Herr Zehle

Telefon: 040/428855742
Internet: www.bs19hamburg.de

Max-Born-Berufskolleg
Recklinghausen

Campus Vest 3
45665 Recklingshausen

Ansprechpartner:
Herr Müller

Telefon: 02361/306750
Internet: www.max-born-berufskolleg.de

Staatliche Feintechnikschule
mit Technischem Gymnasium VS-Schwenningen

Rietenstr. 9
78054 VS-Schwenningen

Ansprechpartner:
E-Mail: Herr Mergenthaler

Telefon: 07720/83340
Internet: www.feintechnikschule.de

Bayerische Meisterschule
für das Uhrmacherhandwerk

Zwerchgraben 2
97074 Würzburg

Ansprechpartner:
E-Mail: Herr Eberlein

Telefon: 0931/79530
Internet: www.uhrmachermeisterschule.de

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